Geschichte der Organisation
Der DVV wurde 1953 als Dachverband der damals zehn, inzwischen sechzehn Landesverbände der Volkshochschulen (VHS) in der Bundesrepublik Deutschland gegründet. Die historischen Wurzeln der VHS reichen in die Anfänge der Arbeiter- und Volksbildungsbewegung Ende des 19. Jahrhunderts zurück. Heute realisieren die VHS als öffentliche Weiterbildungszentren ein Angebot, das die Wissensvermittlung zu unterschiedlichsten Themen, die Kommunikation und Persönlichkeitsentfaltung, die berufliche Qualifikation und Fortbildung, das Nachholen von Schulabschlüssen und den Erwerb von Zertifikaten bis hin zur gesellschaftlichen Partizipation und Integration durch Erwachsenenbildung (EB) einschließt.
Das Institut ist Teil der deutschen EB und ihrer nationalen, europäischen und internationalen Zielsetzungen, Aufgaben und Praxis. Es unterstützt die Konzeption und Durchführung von EB-Programmen in zahlreichen Partnerländern, fördert die Kooperation der deutschen mit der internationalen EB und den Austausch von Information und Erfahrung auf diesem Gebiet.
In den 50er Jahren waren Versöhnung und Völkerverständigung in Europa wichtige Ziele internationaler Kontakte und Partnerschaften. In den 60er Jahren wurde die entwicklungsorientierte EB Teil der Bildungshilfe im Rahmen der Entkolonialisierungsbestrebungen. Es kam früh zu ersten Kontakten und Erfahrungen mit Partnern in Afrika und Lateinamerika, die den DVV 1969 zur Gründung der Fachstelle für Erwachsenenbildung in Entwicklungsländern führten, deren Name 1975 in Fachstelle für Internationale Zusammenarbeit geändert wurde.
In den 70er Jahren wuchs das Interesse am internationalen Erfahrungsaustausch in der EB, die in der Entwicklungszusammenarbeit wachsende Bedeutung verzeichnete. Das Engagement konnte mit Partnern in Afrika und Lateinamerika vertieft und auf Asien ausgeweitet werden. Durch die Veränderungen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa Ende der 80er und den europäischen Einigungsprozess Anfang der 90er Jahre ergaben sich zusätzliche Aufgaben und Herausforderungen, die seit 1993 in der neuen organisatorischen Form als Institut für internationale Zusammenarbeit des DVV in vielfältigen Initiativen und Projektansätzen aufgegriffen werden.
